Zulassungserweiterung für die Krebsimmuntherapie

Die therapeutischen Optionen in der First-Line beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit hoher PD-L1-Expression waren bisher begrenzt. Die am 30.04.2021 erfolgte EU-Zulassung des PD-L1-Inhibitors Tecentriq®▼ (Atezolizumab) erweitert nun die Behandlungsmöglichkeiten in der First-Line-Monotherapie bei Patienten mit plattenepithelialer und nicht-plattenepithelialer Histologie, ohne ALK- oder EGFR-Mutationen und einer PD-L1-Expression auf mind. 50 % der Tumorzellen (TC3) oder mind. 10 % der tumorinfiltrierenden Immunzellen (IC3).1 Grundlage für die Zulassung sind die positiven Resultate der Phase-III-Studie IMpower110: Sowohl das Gesamtüberleben (OS) als auch das progressionsfreie Überleben (PFS) werden klinisch relevant verbessert.2 Die Monotherapie mit Tecentriq zeigt klinisch relevante Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit.

Tecentriq als Monotherapie: Eine neue wirksame und gut verträgliche Option

„Wir haben in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen für die Behandlung des Lungenkarzinoms erzielen können,“ erläutert Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Halle (Saale). „Die Zulassung von Tecentriq als Monotherapie für NSCLC-Patienten mit hoher PD-L1-Expression ergänzt das bisherige Spektrum und ermöglicht nun einen noch breiteren Einsatz bei den unterschiedlichen Patientenkollektiven.“ Dies bestätigt auch PD Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, der die Daten der IMpower110 vorstellte:

„Die Zulassungsstudie zeigt klinisch relevante Vorteile bei allen untersuchten Endpunkten.“ In der randomisierten, offenen Phase-III-Studie IMpower110 konnte nach einem medianen Follow-up von 15,7 Monaten ein signifikant verbessertes OS beobachtet werden: Patienten mit hoher PD-L1-Expression (TC3/IC3-WT) überlebten im Median 7,1 Monate länger, wenn sie Tecentriq anstelle der Chemotherapie erhielten (20,2 vs. 13,1 Monate; HR: 0,59; 95 %-KI: 0,40 – 0,89, p = 0,0106).2

Auch das PFS verlängerte sich in der TC3- bzw. IC3-Population unter Tecentriq gegenüber der Chemotherapie klinisch relevant (8,1 Monate vs. 5,0 Monate; HR: 0,63; 95 %-KI: 0,45 – 0,88).2 „Unter Tecentriq konnte eine deutlich verbesserte mediane Ansprechdauer als unter der Chemotherapie beobachtet werden. Der beobachtete Vorteil beim Gesamtüberleben entspricht dem, was wir realistisch unter einer Krebsimmuntherapie erwarten würden“ so Dr. Reinmuth. „Mit Blick auf die Krebsimmun-Monotherapie steht uns mit Tecentriq nun eine weitere, hoch wirksame Therapieoption für NSCLC-Patienten mit hoher PD-L1-Expression zur Verfügung.“ schlussfolgerte er.

Tecentriq im klinischen Alltag: Patientenindividuell und bedarfsgerecht

„Während NSCLC-Patienten mit hohem Remissionsdruck eher mit einer Kombination aus Chemotherapie und Krebsimmuntherapeutikum behandelt werden, profitieren andere von der Monotherapie und der damit verbundenen geringeren Toxizität,“ so Prof. Schütte. Die Monotherapie mit Tecentriq war sicher und gut verträglich, die unerwünschten Ereignisse waren mit den bekannten Sicherheitsprofilen vergleichbar. Diese Einschätzung teilt auch Dr. Reinmuth „Die Einführung von Tecentriq hat unsere Behandlungsmöglichkeiten u. a. beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom spürbar erweitert. Wir haben damit jetzt Optionen in der First-Line – sowohl in der Mono- als auch in der Kombinationstherapie – mit denen eine immer patientenindividuellere Behandlung unserer NSCLC-Patienten möglich ist.“ Die unterschiedlichen Therapieregime mit Tecentriq basieren auf drei Zulassungserweiterungen beim NSCLC und weisen mit über 4.000 untersuchten Patienten in fünf Phase-III-Studien eine breite Evidenz mit bewährter Wirksamkeit und Sicherheit auf.1

Referenzen

1 Fachinformation Tecentriq®, aktueller Stand
2 Herbst RS et al., N Engl J Med 2020; 383: 1328-39

Tecentriq in der Monotherapie: Neue Option in der First-Line beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden.

Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die
Roche Pharma AG

grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 7624/14-3183 oder an das Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de oder Fax: +49 6103/77-1234 .

Download

Tecentriq in der Monotherapie: Neue Option in der First-Line beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression

Für Anfragen zum Unternehmen:

Für Anfragen zu Produkten:

▼ Wichtiger Hinweis

Sie verlassen nun roche.de

Links zu Websites Dritter werden im Sinne des Servicegedankens angeboten. Der Herausgeber äußert keine Meinung über den Inhalt von Websites Dritter und lehnt ausdrücklich jegliche Verantwortung für Drittinformationen und deren Verwendung ab.