Zervixkarzinom

Weit verbreitet und dennoch vermeidbar.

Gebärmutterhalskrebs ist immer noch die vierthäufigste Krebserkrankungen bei Frauen. Doch früh erkannt, ist er gut behandelbar. Diese Chance möchte Roche mit einem umfassenden Testportfolio nutzen, um Ihnen Klarheit für ein optimales Patientenmanagement zu verschaffen.

im Jahr 2020

Faktencheck zu Gebärmutterhalskrebs

Etwa 604..000 Frauen erkranken pro Jahr weltweit an Gebärmutterhalskrebs.

Das Zervixkarzinom stellt weltweit die dritthäufigste Tumorerkrankung bei Frauen dar.

In 2020 staben weltweit etwa 342.000 Frauen am Zervixkarzinom.

Rund 4700 Frauen erkranken jährlich an Gebärmutterhalskrebs in Deutschland.

In Deutschland gehen viele Frauen nicht regelmäßig zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge.

Etwa 2.000 Frauen sterben in Deutschland jährlich an einem Zervixkarzinom.

Mit 35 Jahren liegt häufig bereits eine Krebsvorstufe vor, die sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.

55 Jahre ist das mittlere Erkrankungsalter für ein invasives Zervixkarzinom.

35-60 jährige Frauen weisen die höchste Erkrankungsrate für Gebärmutterhalskrebs auf.

Die Verbreitung von Gebärmutterhalskrebs weltweit

In Deutschland erkrankten im Jahr 2020 ca. 4.700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate liegt in Deutschland bei 9,3 pro 100.000 Einwohner. Unterschieden wird hierbei zwischen einem lokal begrenzten Tumor und einer vollständig entwickelten Krebserkrankung, die Methastasen bilden kann. Bei etwa sieben von zehn Frauen geht ein invasiver Tumor vom Plattenepithelgewebe der Muttermundschleimhaut aus. Etwa 1.617 Frauen sterben in Deutschland jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Vor 30 Jahren waren es noch doppelt so viele. Die relative-5-Jahres-Überlebensrate nach der Diagnose eines invasiven Gebärmutterhalstumors liegt 2018 bei 65 Prozent.

Gebärmutterhalskrebs in Deutschland

Eine Infektion mit humanen Papillomviren ist die Ursache von Gebärmutterhalskrebs. Zwischen der Infektion und der Entstehung des Zervixkarzinoms vergehen jedoch meist mehrere Jahre. In der Zwischenzeit lassen sich unterschiedliche Schweregrade zervikaler intraepithelialier Neoplasien (CIN) differenzieren. Auch die verschiedenen HPV-Typen beeinflussen das Risiko der Entstehung eines Zervixkarzinoms.

Pathogenese des Zervixkarzinoms

HP-Viren

Die Infektion mit humanen Papillomaviren gehört zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen überhaupt. Bei HPV handelt es sich um ein doppelsträngiges DNA-Virus, von dem über 200 verschiedene Typen bekannt sind. Diese lassen sich unterteilen in Hoch- und Niedrigrisiko HPV-Typen. Bei rund 90% der Betroffenen eliminiert das körpereigene Immunsystem die HP-Viren innerhalb eines Jahres. Allerdings kann eine HPV-Infektion auch Folgeerkrankungen wie unteranderem Feigwarzen oder Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Progression des Zervixkarzinoms

Gelangt HPV in die Zervix, nutzt das Virus kleine Risse im Zervixepithel, um die Basalzellen zu infizieren. Persistiert die Infektion, vermehrt sich HPV zunehmend und kann zu krankhaften Veränderungen, meist im Bereich der Transformationszone, führen. Über einen längeren Zeitraum hinweg können sich zervikale Dysplasien unterschiedlicher Ausprägungen entwickeln (CIN 1-3). In einigen Fällen transformieren die Zellen weiter und die neoplastische Veränderung wandert in das Nachbargewebe ein. Jedoch dauert dieser Prozess oft mehrere Jahre und nicht jede neoplastische Veränderung progrediert zum invasiven Karzinom.

„Es ist an der Zeit, das Rätselraten aus der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge zu verbannen. Wir können den Frauen endlich den Schutz geben, den sie verdienen.“ - Ed Baker, MD, FACOG, Senior Director, Scientific Affairs, Roche Molecular Systems

Zervixkarzinomvorsorge

Das Roche Portfolio - Zervixkarzinomvorsorge

Die drei Tests unseres Gebärmutterhalskrebsportfolios kombinieren hohe Sensitivität mit hoher Spezifität und geben so sichere Antworten auf Schlüsselfragen.

cobas® HPV Test

Der direkte Nachweis von 14 Hochrisiko HPV mit dem cobas® HPV Test verbessert die Vorsorge und bietet klare Aussagen im Patientenmanagement.

CINtec® PLUS Cytology

Die einzigartige Biomarker-Kombination: p16 PLUS Ki-67 Klarheit für den Arzt - Sicherheit für die Frau

CINtec® Histology

Diagnose mit CINtec® p16 Histology verifizieren– verbessert die Ermittlung okkulter Läsionen, die mit H&E allein oder rein morphologischer Interpretation möglicherweise nicht erkannt werden.

Experten-Roundtable

Eine Experten Diskussionsrunde über die Chancen und Herausforderungen in der zukünftigen Gebärmutterhalskrebsvorsorge.

ZERVITA

Die Projektgruppe ZERVITA bietet umfassende und leichtverständliche Informationen über Gebärmutterhalskrebs und HPV.

Krebsinformationsdienst

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) bietet detaillierte Informationen rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs und HPV sowie kompetente Ansprechpartner

Frauenärzte im Netz

Frauenärzte im Netz informieren über Gebärmutterhalskrebs und viele weitere Themen der Frauengesundheit.

Weitere Informationen zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Der Pap-Test sucht nach Veränderungen in den Zellen, bevor diese sich zu Krebs entwickeln. Der HPV-Test sucht nach einer Präsenz von Hochrisiko HPV, welche in 99 % der Fälle für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Der HPV-Test setzt daher in einem früheren Stadium an.

Ja. Dercobas® HPV Testbasiert auf einem sehr genauen Nachweisverfahren für Humane Papillomviren. Außerdem wurde der Test in einer medizinischen Studie (ATHENA-Studie) mit mehr als 47.000 Teilnehmerinnen überprüft. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass dercobas®HPV Test zuverlässig Erkrankungen nachweist und eine bessere Risikobewertung für Gebärmutterhalskrebs bietet als der Pap-Abstrich allein.

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über einen HPV-Test in Kombination zum jährlichen Pap-Abstrich.

Ja. Obwohl die Impfung die wichtigsten Hochrisiko HPV-Typen abdeckt, gibt es noch weitere Hochrisiko HPV-Typen, die nicht abgedeckt werden und somit auch Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Es wird daher empfohlen, dennoch regelmäßige Screenings bei den Patientinnen durchzuführen.

Studien haben ergeben, dass eine Reihe von sogenannten Ko-Faktoren, das Risiko einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung erhöhen. Zu diesen Faktoren gehören der frühe Beginn sexueller Aktivität und große Zahl von Sexualpartnern, Rauchen, weitere Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Erregern im Genitalbereich (wie Herpes-simplex-Virus Typ 2, Chlamydien), eine hohe Geburtenzahl, die langjährige Einnahme hormoneller Verhütungsmittel („Pille“) und ein geschwächtes Immunsystem (nach einer Organtransplantation oder bei einer AIDS-Erkrankung).

Da jüngere Frauen vergleichsweise meist über ein ausgeprägtes Immunsystem verfügen, sind bei ihnen die Chancen hoch, dass eine HPV-Infektion eliminiert oder frühzeitig erkannt wird.Nach einer HPV-Infektion vergehen meist mehrere Jahre bis es zu bösartigen Zellveränderungen kommt. Das Durchschnittsalter von Patientinnen mit einem Gebärmutterhalskrebs-Frühstadium liegt bei 34 Jahren.Im Alter von 40–44 Jahren wird Gebärmutterhalskrebs am häufigsten diagnostiziert.Aus diesem Grund wird Frauen ab 35 Jahren eine Ko-Testung, bestehend ausPap-Abstrich und HPV-Test, angeboten. In einer epidemiologischen Studie des amerikanischen National Cancer Instituts steigt die Neuerkrankungsrate beim Zervixkarzinom (CxCa) in den USA bei 25 bis 29-jährigen Frauen besonders stark an und erreicht im Alter von 40-44 Jahren den höchsten Wert.

Ja. Der CINtec® PLUS Test wurde in klinischen Studien, u.a. in der 2019 veröffentlichten klinischen Evaluation mit mehr als 3.000 Teilnehmerinnen, überprüft. Dabei konnte gezeigt werden, dass er verlässliche Ergebnisse liefert, eine höhere Zahl betroffener Frauen identifiziert als der Pap-Test und die Zahl unnötiger Eingriffe deutlich verringert.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Pap-Test und einem HPV-Test?
  • Ist der cobas® HPV Test zuverlässig?
  • Müssen HPV-geimpfte Patientinnen dennoch gescreent werden?
  • Gibt es neben HPV weitere Faktoren, die das Risiko für Patientinnen an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken erhöhen?
  • Warum wird nur Frauen ab 35 Jahren eine Ko-Testung, bestehend aus Pap-Abstrich und HPV-Test, angeboten?
  • Ist der CINtec® PLUS Test zuverlässig?

FAQ

Weitere Informationen zum Thema Frauengesundheit

Frauengesundheit

Die Gesundheit von Frauen schützen und die richtige Unterstützung für besondere Lebenslagen - dafür entwickelt Roche diagnostische Lösungen und gibt so die Grundlage für die bestmögliche Betreuung einer Frau.

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In dieser Übersicht werden wichtige Begriffe nochmals genauer erklärt.

Begriffe
Biomarker Nachweis
CINtec® PLUS
CINtec® Histology
cobas® HPV Test
Definitionen
Biomarker Nachweise (wie der CINtec® PLUS Test) nutzen körpereigene Substanzen, um frühzeitig höhergradige Krankheits-Vorstufen zu entdecken.
CINtec® PLUS überprüft das Vorhandensein zweier körpereigener Substanzen (Biomarker), die zusammen nur in veränderten Zellen des Gebärmutterhalses vorkommen.
CINtec® Histology liefert eine klare visuelle Bestätigung des Vorliegens oder Fehlens von Krebsvorstufen. Die qualitative Bestimmung der p16- und Ki-67-Proteine dient zur Identifizierung von Frauen mit hochgradigen zervikalen intraepithelialen Läsionen.
Der cobas® HPV Test weist Hochrisiko-HPV-Typen in Abstrichen vom Muttermund nach. Außerdem bestimmt er die Virustypen mit dem höchsten Risiko für Gebärmutterhalskrebs - HPV 16 und HPV 18. Diese Information hilft Frauenärzten dabei, das persönliche Risiko einer Patientin für Gebärmutterhalskrebs besser einzuschätzen.

Glossar

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