Weit verbreitet und dennoch vermeidbar.
Gebärmutterhalskrebs ist immer noch die vierthäufigste Krebserkrankungen bei Frauen. Doch früh erkannt, ist er gut behandelbar. Diese Chance möchte Roche mit einem umfassenden Testportfolio nutzen, um Ihnen Klarheit für ein optimales Patientenmanagement zu verschaffen.
im Jahr 2020
In Deutschland erkrankten im Jahr 2020 ca. 4.700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate liegt in Deutschland bei 9,3 pro 100.000 Einwohner. Unterschieden wird hierbei zwischen einem lokal begrenzten Tumor und einer vollständig entwickelten Krebserkrankung, die Methastasen bilden kann. Bei etwa sieben von zehn Frauen geht ein invasiver Tumor vom Plattenepithelgewebe der Muttermundschleimhaut aus. Etwa 1.617 Frauen sterben in Deutschland jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Vor 30 Jahren waren es noch doppelt so viele. Die relative-5-Jahres-Überlebensrate nach der Diagnose eines invasiven Gebärmutterhalstumors liegt 2018 bei 65 Prozent.
Eine Infektion mit humanen Papillomviren ist die Ursache von Gebärmutterhalskrebs. Zwischen der Infektion und der Entstehung des Zervixkarzinoms vergehen jedoch meist mehrere Jahre. In der Zwischenzeit lassen sich unterschiedliche Schweregrade zervikaler intraepithelialier Neoplasien (CIN) differenzieren. Auch die verschiedenen HPV-Typen beeinflussen das Risiko der Entstehung eines Zervixkarzinoms.
Die Infektion mit humanen Papillomaviren gehört zu den häufigsten sexuell übertragenen Infektionen überhaupt. Bei HPV handelt es sich um ein doppelsträngiges DNA-Virus, von dem über 200 verschiedene Typen bekannt sind. Diese lassen sich unterteilen in Hoch- und Niedrigrisiko HPV-Typen. Bei rund 90% der Betroffenen eliminiert das körpereigene Immunsystem die HP-Viren innerhalb eines Jahres. Allerdings kann eine HPV-Infektion auch Folgeerkrankungen wie unteranderem Feigwarzen oder Gebärmutterhalskrebs verursachen.
Gelangt HPV in die Zervix, nutzt das Virus kleine Risse im Zervixepithel, um die Basalzellen zu infizieren. Persistiert die Infektion, vermehrt sich HPV zunehmend und kann zu krankhaften Veränderungen, meist im Bereich der Transformationszone, führen. Über einen längeren Zeitraum hinweg können sich zervikale Dysplasien unterschiedlicher Ausprägungen entwickeln (CIN 1-3). In einigen Fällen transformieren die Zellen weiter und die neoplastische Veränderung wandert in das Nachbargewebe ein. Jedoch dauert dieser Prozess oft mehrere Jahre und nicht jede neoplastische Veränderung progrediert zum invasiven Karzinom.
„Es ist an der Zeit, das Rätselraten aus der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge zu verbannen. Wir können den Frauen endlich den Schutz geben, den sie verdienen.“ - Ed Baker, MD, FACOG, Senior Director, Scientific Affairs, Roche Molecular Systems
Der Pap-Test sucht nach Veränderungen in den Zellen, bevor diese sich zu Krebs entwickeln. Der HPV-Test sucht nach einer Präsenz von Hochrisiko HPV, welche in 99 % der Fälle für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Der HPV-Test setzt daher in einem früheren Stadium an.
Ja. Dercobas® HPV Testbasiert auf einem sehr genauen Nachweisverfahren für Humane Papillomviren. Außerdem wurde der Test in einer medizinischen Studie (ATHENA-Studie) mit mehr als 47.000 Teilnehmerinnen überprüft. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass dercobas®HPV Test zuverlässig Erkrankungen nachweist und eine bessere Risikobewertung für Gebärmutterhalskrebs bietet als der Pap-Abstrich allein.
Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über einen HPV-Test in Kombination zum jährlichen Pap-Abstrich.
Ja. Obwohl die Impfung die wichtigsten Hochrisiko HPV-Typen abdeckt, gibt es noch weitere Hochrisiko HPV-Typen, die nicht abgedeckt werden und somit auch Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Es wird daher empfohlen, dennoch regelmäßige Screenings bei den Patientinnen durchzuführen.
Studien haben ergeben, dass eine Reihe von sogenannten Ko-Faktoren, das Risiko einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung erhöhen. Zu diesen Faktoren gehören der frühe Beginn sexueller Aktivität und große Zahl von Sexualpartnern, Rauchen, weitere Infektionen mit anderen sexuell übertragbaren Erregern im Genitalbereich (wie Herpes-simplex-Virus Typ 2, Chlamydien), eine hohe Geburtenzahl, die langjährige Einnahme hormoneller Verhütungsmittel („Pille“) und ein geschwächtes Immunsystem (nach einer Organtransplantation oder bei einer AIDS-Erkrankung).
Da jüngere Frauen vergleichsweise meist über ein ausgeprägtes Immunsystem verfügen, sind bei ihnen die Chancen hoch, dass eine HPV-Infektion eliminiert oder frühzeitig erkannt wird.Nach einer HPV-Infektion vergehen meist mehrere Jahre bis es zu bösartigen Zellveränderungen kommt. Das Durchschnittsalter von Patientinnen mit einem Gebärmutterhalskrebs-Frühstadium liegt bei 34 Jahren.Im Alter von 40–44 Jahren wird Gebärmutterhalskrebs am häufigsten diagnostiziert.Aus diesem Grund wird Frauen ab 35 Jahren eine Ko-Testung, bestehend ausPap-Abstrich und HPV-Test, angeboten. In einer epidemiologischen Studie des amerikanischen National Cancer Instituts steigt die Neuerkrankungsrate beim Zervixkarzinom (CxCa) in den USA bei 25 bis 29-jährigen Frauen besonders stark an und erreicht im Alter von 40-44 Jahren den höchsten Wert.
Ja. Der CINtec® PLUS Test wurde in klinischen Studien, u.a. in der 2019 veröffentlichten klinischen Evaluation mit mehr als 3.000 Teilnehmerinnen, überprüft. Dabei konnte gezeigt werden, dass er verlässliche Ergebnisse liefert, eine höhere Zahl betroffener Frauen identifiziert als der Pap-Test und die Zahl unnötiger Eingriffe deutlich verringert.
Die Gesundheit von Frauen schützen und die richtige Unterstützung für besondere Lebenslagen - dafür entwickelt Roche diagnostische Lösungen und gibt so die Grundlage für die bestmögliche Betreuung einer Frau.
Wir helfen Ihnen über mögliche Vorsorge- und Folgeuntersuchungen rund um das Thema Frauengesundheit aufzuklären. Dazu können Sie gerne kostenlose Printexemplare anfordern.
In dieser Übersicht werden wichtige Begriffe nochmals genauer erklärt.
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