Frühe und sichere Diagnosen für jede ihrer Patientinnen.
Das Testportfolio von Roche zum Zervixkarzinom-Screening mit den Produkten cobas® HPV Test , CINtec® PLUS Cytology und CINtec® Histology kombiniert hohe Sensitivität mit hoher Spezifität und bietet eine umfassende Strategie zur Zervixkarzinomvorsorge. Es unterstützt Sie in Ihren Bemühungen der besten Patientenversorgung, zum Schutz der Frauen vor Gebärmutterhalskrebs und Übertherapie.
Mit Pap-Test und cobas® HPV Test abklären, ob ein Krebsrisiko besteht. Screening nach der Ursache für Gebärmutterhalskrebs. Die gefährlichen Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18 werden einzeln ausgewiesen.
Mit CINtec® PLUS transformierende HPV-Infektionen identifizieren nach positivem Ergebnis für Hochrisiko-HPV-Typen oder einem Pap-Befund von ASC-US bzw. LSIL. Management von Frauen, die von sofortiger Abklärung mittels Kolposkopie profitieren würden.
Mit CINtec® Histology klare visuelle Bestätigung des Vorliegens oder Fehlens von Krebsvorstufen bekommen. Die qualitative Bestimmung der p16- und Ki-67-Proteine dient zur Identifizierung von Frauen mit hochgradigen zervikalen intraepithelialen Läsionen.
Identifiziert Frauen mit erhöhtem Risiko
Patientenmanagement wird optimiert
Patientinnen sind weniger besorgt
Vermeidung von Übertherapie
Mehr Früherkennungen
Seit der Einführung des Pap-Tests im Jahr 1971 hat das Screening durch regelmäßige Abstriche sowie durch die Diagnose und Behandlung von präkanzerösen Läsionen dazu beigetragen, die Inzidenz und Mortalität des Zervixkarzinoms in Ländern mit systematischem Screening bis zu 80 % zu senken. Seit einigen Jahren stagniert die Rate an Neuerkrankungen in Deutschland jedoch, weshalb seit Januar 2020 die HPV-Testung in das Vorsorgeprogramm aufgenommen wurde. Seit Anfang 2020 werden alle gesetzlich krankenversicherten Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren über die Möglichkeit zur Teilnahme an der Krebsfrüherkennungsuntersuchung (KFU) informiert.
Für den Test werden zervikale Zellen benötigt, die vorsichtig mit einer Bürste oder einem speziellen Spatel von der Endo- und Ektozervix abgeschabt werden. Die entnommenen Zellen werden auf einem Objektträger ausgestrichen, mit Alkohol fixiert und nach Papanicolaou gefärbt. Anschließend werden die Zellen anhand eines Mikroskops auf Veränderungen untersucht.
2-3% aller positiven Abstriche sind falsch
Hohe Variabilität der Ergebnisse zwischen einzelnen Laboren
Zervikale Adenokarzinome werden bei der Zytologie oft übersehen
Mangelnde Präzision aufgrund hoher Variabilität der Anwender
Niedrige Sensitivität der Pap-Zytologie für den Nachweis einer präkanzerösen Läsion
wenige der Frauen mit einer auffälligen Pap-Zytologie sind tatsächlich an einer Krebsvorstufe oder Krebs (CIN3+) erkrankt
Unklare Befunde führen zur Verunsicherung der Patientin und benötigen häufige Kontrollen
Mit dem cobas® HPV Test kann anhand einer Patientenprobe nachgewiesen werden, ob eine Infektion mit Hochrisiko HPV-Typen vorliegt. Das Polymerase-Kettenreaktion (PCR) basierte Nachweisverfahren ermöglicht eine Genotypisierung von 14 Hochrisiko HPV-Typen in einer einzelnen Analyse. Der Test dient der Typisierung von HPV 16 und HPV 18, während die 12 verbleibenden Hochrisiko Typen (31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66 und 68) als Gesamtergebnis nachgewiesen werden. Dadurch können Frauen mit dem höchsten Risiko einer hochgradigen zervikalen Erkrankung identifiziert werden.
Niedriges Risiko
Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer zervikalen Dysplasie ist sehr gering. Die Patientin kann im Routinescreening bleiben.
Moderates Risiko
Ein Risiko für die Entwicklung einer zervikalen Dyplasie besteht. Der Befund der Patientin sollte mit einer zytologisch basierten Methode (Pap oder Biomarker-Kombination p16/ Ki-67) abgeklärt werden.
Höchstes Risiko
Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer zervikalen Dysplasie ist besonders hoch. Die Patientin sollte zur Kolposkopie überwiesen werden.
"Mit dem HPV-Test haben wir einen guten prognostischen Faktor in der Zervixkarzinomprävention und das finde ich sehr wichtig." - Dr. Erika Ober
Die molekulare Biomarkerkombination p16/Ki-67 des CINtec® PLUS Cytology hilft, bei auffälligen Befunden zwischen Verdacht und tatsächlicher Transformation der Zellen zu unterscheiden. Auf diese Weisen können denjenigen Frauen eine zielgerichtete Kolposkopie zugewiesen werden, die am meisten davon profitieren.
In normalen Zellen spielt das Tumorsuppressor-Protein p16 bei der Regulation der Zellteilung eine wichtige Rolle. Wird p16 exprimiert, kommt es zur Ausbildung eines Proteinkomplexes aus dem Retinoblastomprotein (pRB) und dem Transkriptionsfaktors E2F, welcher einen Zellzyklusarrest einleitet. Dies bedeutet, dass p16 unter physiologischen Bedingungen einen anti-proliferativen Effekt hat.
In onkogen transformierten Zellen ist der anti-proliferative Effekt von p16 aufgehoben, da das virale Onkoprotein E7 die normale Funktion von pRB unterbindet. Dies führt zu einer ungesteuerten Zellteilung, genetischen Instabilität und gleichzeitig zu einer Überexpression von p16. Der molekulare Mechanismus zum Nachweis von einer p16 Überexpression ist dabei unabhängig vom hrHPV-Typ.
Die gleichzeitige Überexpression des anti-proliferativen Tumorsuppressor-Proteins p16 und des Proliferationsmarkers Ki-67 schließt sich unter physiologischen Bedingungen gegenseitig aus. Daher kann ein Nachweis von Zellen, die beide Biomarker exprimieren, der Identifizierung von höhergradigen, zervikalen Dysplasien dienen.
Nur p16 Expression: Zellzyklusarrest
Nur Ki-67 Expression: Zellzyklusprogression
p16 & Ki-67 Co-Expression: Deregulierung
Die Kolposkopie ist das Bindeglied zwischen Screening und histologischer Diagnosestellung. Eine Kolposkopie ist eine visuelle Untersuchung der Zervix mithilfe einer Scheidenlupe (Kolposkop). Potenzielle Veränderungen der Zervix können somit genauer inspiziert werden. Zusätzlich können auffällige Areale mit Essigsäure betupft werden, was zu einer temporären Weißfärbung von verändertem Gewebe führt und die Beurteilung erleichtert. Sind trotz vorherigem Verdacht kolposkopisch keine auffälligen Areale zu erkennen, sollten randomisierte Biopsien entnommen werden.
Die im Rahmen einer Kolposkopie entnommenen Biopsien werden der histologischen Analyse unterzogen. Diese Zellprobe enthält nicht nur die bei der Zytologie analysierten Epithelzellen, sondern auch darunter liegende Zellschichten bis hin zum Stroma. Die Gewebeprobe (ca. 4-5 mm) wird nach der Entnahme im Labor auf Veränderungen hin untersucht. Hierfür werden Gewebeschnitte angefertigt, mit Hämatoxylin und Eosin (H&E) gefärbt und anschließend von einem Pathologen unter dem Mikroskop beurteilt. Somit kann der Verdacht auf eine Dysplasie oder ein Zervixkarzinom bestätigt werden und gleichzeitig das Stadium der Krebsvorstufe oder des Karzinoms bestimmt werden.
p16 Färbung - Ergänzung zur präzisen Diagnostik
Als Ergänzung zur H&E Färbung kann eine Zervix-Gewebeprobe zusätzlich immunhistochemisch mit dem CINtec® Histology auf die Überexpression des p16 Antigens untersucht werden. Die p16 Überexpression ist die Folge einer onkogenen Transformation ausgelöst durch eine persistierende HPV-Infektion.
Das Protein p16 kann daher als Biomarker für den Nachweis intraepithelialer Neoplasien (CIN) der Zervix genutzt werden. Eine p16 IHC Färbung sollte daher parallel zur H&E Färbung durchgeführt werden, um die diagnostische Genauigkeit zu erhöhen.
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